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In den neunziger Jahren, als man die medizinischen Erkenntnisse der Verbindung von Leib und Seele im medizinischen Fachgebiet der „Psychoneuroendokrino-immunologie“ (PNEI) integrierte, entstand auch der Begriff des Neurostress, der in der Praxis das Zusammenwirken psychischer, neurologischer, endokriner/hormoneller und auch immunologischer Phänomene der Stressreaktion beschreibt. Die begriffliche Nähe des Neurstress zum „Oxidativen Stress“ ist nicht ohne Grundlage, denn energie-abhängige Prozesse auf zellulärer Ebene im Zentralnervensystem, die zu entzündlichen Belastungen und vermehrtem Auftreten oxidativer Stoffwechselprodukten führen, sind beim Neurostress des zentralen und autonomen Nervensystems ursächlich beteiligt. Es gibt nicht wenige Experten, die dem Neurostress (PNEI) für das 21. Jahrhundert eine ähnlich große Bedeutung für das Gesundheitswesen beimessen wie der Entschlüsselung des Erbguts und der Entwicklung der Gentechnik im zwanzigsten Jahrhundert.

Quelle: Neurolab